Literatur vor Ort 2

Für den 23. Juni konnte die Pfarrbücherei St. Magnus den bekannten Kemptener Bestsellerautor Michael Peinkofer für eine Lesung gewinnen. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Romane, Jugend- und Kinderbücher und zählt zu den erfolgreichsten Autoren im Fantasy-Genre. Nach der pandemiebedingten Absage im vergangenen Herbst freuten sich die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Grundschule in Lenzfried ganz besonders auf die Lesung aus seiner neuen fabelhaften Abenteuer-Reihe für Kinder: „Die Farm der fantastischen Tiere“.

Ein spannendes und fantasievolles Abenteuer mit magischen Tieren

Die Eltern der Zwillinge Nell und Monty haben keinen Urlaub bekommen. Daher sollen die Kinder ihre Ferien bei der ihnen unbekannten Tante auf einem Bauernhof am Meer verbringen. Sie sind davon gar nicht begeistert, zumal es dort nicht einmal mehr Tiere gibt, denn die Tante ist Künstlerin. Nach einer langen Zugfahrt angekommen, werden die beiden von der sonderlichen Tante in eigenartigen Klamotten auf dem Bahnsteig empfangen und dort geht es bereits mit den Merkwürdigkeiten los - wie passen ihre riesigen Koffer in die winzige Taschen des Motorrollers? Auch das alte Farmhaus macht den Eindruck, dass hier etwas nicht stimmt. Nach und nach entdecken die Kinder immer mehr Seltsames. Welches Geheimnis steckt dahinter?

Michael Peinkofers gekonnter Vortrag wechselte zwischen Vorlesen aus dem Buch und freiem Erzählen. Durch die vielen Dialoge wurden die Figuren lebendig, den seltsamen Tieren gab er eigene Stimmen. Gebannt lauschten die jungen Zuhörer dem spannenden Abenteuer mit fantastischen Tieren und unwirklichen Ereignissen. Viel zu schnell ging die Vorlesezeit vorbei, doch die Schüler können die Erlebnisse von Nell und Monty in mittlerweile vier Bänden selbst weiterlesen und sich die wunderschön illustrierten Bücher natürlich in der Bücherei ausleihen.

Auf die anschließenden zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler ging der sympathische Autor gerne ein. Von einen erfolgreichen Autor wollten sie vieles ganz genau wissen: wie Ideen entstehen, wie viel Zeit und Arbeit in einem Buch steckt, wie viele Bücher er schon geschrieben hat und wie viel Geld ein Autor für ein verkauftes Buch erhält. Bei dem großem Interesse an der Tätigkeit eines Schriftstellers regte Michael Peinkofer die Kinder an, auch selbst einmal Geschichten aufzuschreiben und Bilder dazu zu zeichnen.

Nach dieser einfach fantastischen Stunde signierte Michael Peinkofer die mitgebrachten Bücher und jeder durfte eine Autogrammkarte und einen Ausleihgutschein der Bücherei mitnehmen.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Im Rahmen von Neustart Kultur organisierte die Bücherei für Grundschüler zwei Autorenlesungen in der Bücherei.

Literatur vor Ort 1

Im zweiten Grundschuljahr lernen die Kinder den Jahreslauf und die Monate kennen. Darüber hat die Kemptener Autorin Helga Maria Reichart ein Kinderbuch geschrieben und es wunderschön illustriert. Nach der gelungenen Veranstaltung im Vorjahr war sie wieder in der Pfarrbücherei St. Magnus in Lenzfried zu Gast und las aus ihrem ebenso lustigen wie lehrreichen Kinderbuch „Großväterchen Zeit und das Schaltjahr“. Die Lesung in der Bücherei fand am 27. Juli für die zweiten Klassen der Grundschule Lenzfried statt.

Mit Benjamin Jahr auf der Reise durch die Monate

Warum gibt es ein Schaltjahr und wieso hat nur der Februar weniger Tage? Manch Erwachsener kann dies nicht genau erklären, aber die Kinder der 2. Klassen wussten Bescheid. Sie hatten es in diesem Schuljahr gelernt und konnten auf die Fragen der Autorin richtig antworten.

Helga Reichart erzählte die Geschichte von Benjamin Jahr, der als 366 und jüngstes Kind der Familie Jahr noch einen Platz und eine Aufgabe sucht und auf seinem Weg durch die Monate und Jahreszeiten vielen seiner unterschiedlichsten Geschwistern begegnet. Nach der langen und anstrengenden Suche findet schließlich sein Opa „Großväterchen Zeit“ für Benjamin die richtige Aufgabe im Monat Februar.

Schon von Anfang an band Helga Reichart die Kinder mit in ihre Lesung ein, sie zeigte die farbenfrohen Illustrationen und stellte viele Fragen. Die Kinder konnten in den Büchern mitlesen und mussten auf den fröhlichen Wimmelbildern nach Details, wie der kleinen Maus, suchen. Durch ihre humorvolle Art und die Fähigkeit, auf die Kinder einzugehen wurde es eine kurzweilige Stunde, in der die Kinder aufmerksam zuhörten.

Die Autorin und Illustratorin erzählte den interessierten Schülern wie das Buch entstanden ist und wie viel Arbeit und Zeit in jedem Kapitel steckt. Zum Nachlesen und Ansehen bekam jede Klasse von ihr ein Buch mit persönlicher Widmung.

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Emil ist der Lesekönig 2021

Unter den fleißigen jungen Leserinnen und Leser des vergangenen Schuljahres setzte sich Emil mit großem Vorsprung an die Spitze wurde Lesekönig. Er konnte sich über einen Kinogutschein freuen. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen ihm weiterhin viel Freude am Lesen.

Liebe Kinder, der Wettbewerb geht weiter. Für jedes selbst gelesene Buch notieren wir einen Strich auf unserer Tafel. Nach 10 Strichen darfst du dir etwas aus der Schatzkiste aussuchen und im Frühjahr wird eine neue Lesekönigin oder ein neuer Lesekönig gekürt. Viel Spaß beim Lesen!